Frankfurt City Triathlon

Endlich war es mal wieder soweit. Der erste Triathlon seit unserem Ironman 70.3 Lake Placid stand an.
Für Steffi ging es in einer Liv-Staffel als Radfahrerin auf die Mitteldistanz und ich hatte mich noch kurzfristig als Einzelstarter ebenfalls auf der Mitteldistanz gemeldet.

So ging es also am Samstag nach Frankfurt und direkt zum Bike Check-In, weil alle Startunterlagen bereits per Post verschickt worden waren. Dort trafen wir uns mit Steffis Liv-Teamkollegin Sarah, die für eine zweite Liv-Staffel als Radfahrerin startete. Schnell standen die Räder an ihren Plätzen und wir machten uns mit der Wechselzone vertraut. Irgendwie wollte sich aber nicht die übliche Vorspannung einstellen. Offensichtlich glaubte der Kopf noch nicht, dass dieser Triathlon tatsächlich stattfinden würde. Zudem hatten wir uns alle auch nicht speziell vorbereitet, so dass niemand wusste, wozu er in der Lage sein könnte. Sicher war nur, dass die Distanz auf jeden Fall machbar sein würde.

Beim Verlassen der Wechselzone liefen wir Patrick und Michelle über den Weg, die wir 2018 beim Ironman auf Hawaii kennengelernt hatten. Nach einem kurzen Plausch fuhren wir zum Hotel, das wir uns in Zielnähe gesucht hatten. Danach hieß es nur noch etwas essen, alles für den nächsten Morgen richten und schnell ins Bett. Der Startschuss fiel nämlich bereits um 6:30 Uhr, so dass der Wecker bereits um 4:40 Uhr klingeln musste.

Um 5:15 Uhr trafen wir uns mit Sarah und fuhren zum Langener Waldsee. Da es diesmal keinen Busshuttle gab, fuhren wir mit dem Auto, um es dann nach dem Wettkampf wieder abzuholen. Cleverer wäre es gewesen, mit dem Taxi zu fahren, aber irgendwie kam uns diese Idee erst als wir am Waldsee ankamen.
Schnell waren die Räder gerichtet. Steffi und Sarah trafen sich mit ihren Staffeln und ich begab mich allmählich zum Startbereich und zog meinen Neo an. Die sonst übliche Anspannung vor dem Start stellte sich jedoch immer noch nicht ein. Da es für mich ja seit Februar 2020 kein richtiges Schwimmtraining mehr gegeben hatte, erwartete ich nicht sehr viel und reihte mich für den Rolling Start etwas weiter hinten ein.
Ich fand gut meinen Rhythmus und registrierte nach den ersten 500m eine erfreuliche Zwischenzeit von unter 10 Minuten. Leider konnte ich dieses Tempo aber nicht halten und kam erst nach über 44 Minuten aus dem Wasser. Erwartbar, aber trotzdem enttäuschend.
Derweil war Steffi längst auf der Radstrecke unterwegs. Ihre Schwimmerin Rebekka brauchte lediglich 30 Minuten für die 2km lange Schwimmstrecke. Zusammen mit den Top-Athleten auf der Radstrecke wurde sie natürlich vorerst häufig überholt, aber es motivierte auch, mal etwas mehr zu drücken als sonst. Schließlich stand ja diesmal „nur“ das Radfahren auf ihrem Programm und sie musste sich keine Körner für den abschließenden Lauf aufheben. Entsprechend gut kam sie voran und beendete die vier Radrunden mit knapp 80km Länge nach 2:19:01. Eine tolle Zeit! Schließlich übergab sie an Laura, die sich bis vor wenigen Wochen noch Hoffnung auf einen Start beim Olympischen Marathon in Tokyo machen durfte. Für Laura waren die vier Schleifen durch die Frankfurter Innenstadt ein besserer Trainingslauf und so absolvierte sie die knapp 20km in lockeren 1:13:38.
Somit beendete Steffis Staffel das Rennen in beeindruckenden 4:08:46 auf Platz 4 und ließ die meisten gemischten und auch reinen Männerstaffeln hinter sich!

Auch für mich lief es auf der schnellen Radstrecke sehr gut. Auch wenn ich nicht ganz die angedachte Leistung treten konnte, konnte ich nach einem Radsplit von 2:03:13 in die zweite Wechselzone einbiegen. Das ist gleichbedeutend mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,7 km/h, mein bislang schnellster Bikesplit.

Also ab auf die Laufstrecke. Da es sich für mich auch um einen Testwettkampf handelte, zog ich erstmals meine Carbonschuhe an. Die Strecke ist durch viele Richtungsänderungen und etwas Kopfsteinpflaster sicher nicht die ideale Strecke für Carbonschuhe. Trotzdem war es ein angenehmes Laufgefühl. Von Runde zu Runde konnte ich die Pace etwas steigern und lief nach insgesamt 4:20:45 ins Ziel ein, Laufzeit 1:23:46.
Die Zielverpflegung fiel wegen Corona etwas übersichtlich aber ausreichend aus. Ich begab mich bald zu meinem Afterrace-Beutel und ging ins Hotel, um zu duschen. Danach ging es wieder zurück zum Zielbereich, wo ich Steffi und ihre Staffelkameradinnen traf.

Schließlich ließen wir den Nachmittag noch entspannt in Frankfurt ausklingen.
Es hat sehr viel Spaß gemacht, mal wieder in einem Wettkampf zu starten. Besonders in der Nähe des Ziels kam durch Zuschauer gute Stimmung auf. In den letzten Wochen waren wir nicht ganz sicher, ob Wettkämpfe auch in Zukunft unseren Terminkalender füllen würden, nach diesem Wochenende lautet die Antwort aber ganz klar ja!

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