Plantar Fasciitis/Plantarfasziitis

Definition

Plantarfasziitis ist eine Erkrankung der Aponeurosis plantaris (auch Plantarfaszie genannt), die mit Schmerzen an der Fußsohle am Übergang zur Ferse einhergeht.
Die Endung -itis legt zwar nahe, dass es sich um eine entzündliche Erkrankung handelt; allerdings wird häufig auch eine Über­beanspruchung der Aponeurosis plantaris als Ursache angenommen, die zu Mikroverletzungen in dieser Aponeurose führt. Daher wird das Krankheitsbild auch als Plantarfasziosis oder Plantarfasziopathie bezeichnet.
Die Diagnose kann aus den klinischen Symptomen erstellt werden, wird aber auch von bildgebenden Verfahren ergänzt. Zahlreiche Methoden werden zur Behandlung eingesetzt. Sie reichen von Tapeverbänden und orthopädischen Einlagen über Injektion bis zu operativen Maßnahmen.
Quelle: Wikipedia

Da es sich bei der Plantarfasziitis um ein weiteres häufig auftretendes Problem bei Läufern handelt, darf diese Verletzung in unserer Auflistung natürlich nicht fehlen. Ich selbst habe immer mal wieder mit einer leichten Form davon zu tun. Wobei die Schmerzen bei mir nicht direkt an der Ferse auftreten, sondern einfach die Spannung in der Fußsohle sehr schmerzhaft ist. Dies tritt meist morgens und ausschließlich beim barfuß laufen auf. Schränkt mich beim Sport also für gewöhnlich nicht ein. Nach einiger Zeit mit konsequenten Dehnungsübungen verschwinden die Schmerzen auch wieder. Bei mir also kein großes Problem.
Trotzdem haben wir hier wieder einige Informationen zusammengetragen:

Plantarfasziitis – Symptome

Eine Plantarfasziitis äußert sich durch Schmerzen an der Fußsohle, bzw. Unterseite der Ferse. Der Beginn der Plantarfasziitis ist schleichend. Ein Anzeichen für eine Plantarfasziitis ist ein Schmerz unmittelbar nach dem Aufstehen oder nach längeren Pausen, da sich die Plantarfaszie bei Entspannung ein wenig verkürzt. Nach kurzer Gehdauer nimmt der Schmerz normalerweise wieder ab. Bei starker Belastung können aber auch die Schmerzen wieder zunehmen. Insbesondere Sprinten und Springen verstärken den Schmerz. Betroffene neigen dazu, nur noch mit der Außenseite der Fußsohle aufzutreten, um die Schmerzen beim Abrollen des Fußes zu vermeiden. Bei langem Bestehen einer Plantarfasziitis, besteht das Risiko einer Fersenspornbildung, einem kleinen Knochenauswuchs.

Plantarfasziitis – Ursache

Die Plantarfasziitis entsteht wesentlich durch Überlastung der Plantarfaszie. Durch eine ständige Reizung der Sehnenplatte, z.B. beim Sport (vor allem beim Laufen oder Springen) entzündet sich diese und es entsteht eine Plantarfasziitis. Beinlängendifferenzen, muskuläre Dysbalancen, Fußfehl­stellungen (Plattfuß, Hohlfuß), eine verkürzte Achillessehne oder eine mangelhaft ausgebildete Fußmuskulatur können die Entstehung einer Plantarfaszitis begünstigen.
Weitere mögliche Ursachen sind langes Stehen und Übergewicht.

Maßnahmen

Dehnung der Fußsohle

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Mit ausgestreckten Beinen auf den Boden setzen. Dann ein (Hand-)Tuch um Zehen und Bällen legen und den Fuss zum Oberkörper ziehen. 30 Sekunden halten und wieder lösen. 5 Wiederholungen je Seite.

Dehnung der Wade und der Achillessehne

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Stellen dich an eine Wand und stütze dich mit den Händen an ihr ab. Setze den schmerzhaften Fuss nach hinten und drücke die Ferse in den Boden. Lehne dich weiter nach vorne gegen die Wand um die Dehnung zu verstärken. 30 Sekunden halten. 5 Wiederholungen je Seite.

Dehnung der Zehen

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Setze dich hin und beuge die Knie. Nim nun jeden Zeh nacheinander und drücken ihn nach oben bis du ein Ziehen im Fusssohlenbereich spürst. Mehrmals wiederholen.

Herabschauender Hund (Yogaübung)

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Geh in den Liegestütz. Schiebe dein Gesäß nach oben. Schiebe deine Fersen dann aktiv nach unten-hinten und versuche, sie in Richtung Boden zu bringen.
Wenn die Dehnung in den Beinrückseiten zu intensiv ist oder es sich unangenehm im unteren Rücken anfühlt, beuge die Knie. Achte darauf, dass die Schultern entspannt, also: weit weg von den Ohren, sind. Ziehe die Schulterblätter aktiv auseinander.
30 Sekunden lang halten und geh wieder in die Ausgangsposition zurückgehen. Mehrmals wiederholen.

Alle Übungen am Besten täglich durchführen!

Andere mögliche Maßnahmen:

  • Massage mit Igelbällen, einem Lacrosseball oder der Mini-Blackroll
  • Kühlen und Wärmen im Wechsel – Kühlen nimmt den Schmerz bei einer Entzündung. Wärmen steigert die Durchblutung, wodurch der Körper sich besser reparieren kann.
  • Neue Einlegesohlen
  • viel Barfußlaufen
  • Low Dye Taping (beim Physio zeigen lassen oder einfach mal googeln!)

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Schau auch gerne beim Artikel zu den Shin Splints vorbei. Die Ursachen für diese beiden Schmerzbilder sind sehr ähnlich und so sind auch ähnliche Maßnahmen dagegen wirksam.

Plantarfasziitis – Vorbeugung

Achtet darauf, das Training nur langsam in Intensität und Umfang zu steigern. Dehnen und Kräftigungsübungen sollten immer Teil des Trainings sein. Koordinationsübungen, Lauf–ABC oder Laufen mit Barfußschuhen sind Möglichkeiten, die Fuß- und Wadenmuskulatur zu schulen und zu kräftigen.
Zusätzlich können natürlich auch professionelle (Fuß-)Massagen eingebaut werden, um die Beinmuskulatur zu lockern und den Füßen etwas Gutes zu tun.

 

In letzter Zeit geistern immer wieder Nachrichten durchs Netz: Botox als neue Wunderwaffe gegen Plantarfasciitis. Davon würde ich persönlich aber die Finger lassen. Botox ist ein Nervengift. Das heißt, vermutlich hat man nach einer Injektion keine Schmerzen mehr. Nur weil man keinen Schmerz mehr fühlen kann, ist das Problem aber nicht verschwunden. Ich halte es für gefährlich, das Symptom zu beseitigen, aber die Ursache nicht zu bekämpfen. Das kann oft noch viel schlimmere Verletzungen nach sich ziehen.

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