Ironman Kailua-Kona Raceweek

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Nach dem grandiosen und mitreißenden Rennen, das wir im letzten Jahr vor dem Fernseher verfolgt haben, wollten wir dieses Jahr noch näher dran sein.
Und so ging es für uns nach dem Chicago Marathon weiter nach Hawaii. Dienstag Abend landeten wir in Kona und stürzten uns am Mittwoch Morgen sofort in das Triathlon-Getümmel. Wir wollen hier jetzt aber keinen Reisebericht zum Besten geben, sondern vielmehr einen Überblick über all das Erlebenswerte geben, das Kona nicht nur für Athleten zu bieten hat.

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Ganz oben auf der Liste steht für uns das Coffee Boat! In der Raceweek ist diese coole schwimmende Kaffeebar von Dienstag bis Freitag jeweils von 7:00 – 9:00 Uhr anzutreffen. Rund 500m vom Ufer entfernt liegt es in der Kailua Bay neben der Ironman Schwimmstrecke. Wer sich hier einfindet bekommt einen (oder auch mehrere) Kaffee ausgegeben, auf Wunsch auch mit Milch. Zudem läuft chillige Musik. Und so finden sich zahlreiche Schwimmer ein, genießen im Wasser treibend Kaffee, schönen Ausblick und Atmosphäre. Wir haben uns hier jeden Morgen wieder eingefunden.

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Die zweite Veranstaltung, die man sich nicht entgehen lassen sollte ist der Underpants Run am Donnerstag Morgen. Als Charity Aktion aufgezogen finden sich über 1500 Läufer, wie der Name vermuten lässt, in Unterwäsche ein. Der Lauf selbst ist natürlich nebensächlich, es geht auch nur über rund 2km. Vielmehr nehmen sich die Triathleten selbst auf den Arm und präsentieren neben Unterwäsche all das, was Triathleten so auszeichnet, wie beispielsweise Visors, Pulsgurte, Kompressionsstrümpfe und Sonnenbrillen. Nach kleiner Einschwörung mit Aufwärmen und UPR-Eid geht es auf die Laufstrecke. Es ist Wahnsinn, wieviele Zuschauer an der Strecke stehen. Manch ein Stadtmarathon wäre blass vor Neid!
Des weiteren haben wir uns Rennräder geliehen und haben einmal eine kleine Runde über den Ali’i Drive gedreht und sind auch einmal den Anstieg zum Wendepunkt der Radstrecke in Hawi abgefahren. Zudem lohnt sich immer ein Besuch im Ironman Village und bei den zahlreichen Ständen entlang dem Ali’i Drive zwischen Ironman Village und Pier. Die Masse der Sponsoren hat viel zu bieten und geizt auch nicht mit Give Aways. Überhaupt ist das rege Treiben faszinierend und wer schon mal auf Big Island im Urlaub war wird Kona nicht wieder erkennen.
Neben all diesen recht gängigen Erlebnissen, hatten wir uns für den Freitag noch etwas Besonderes rausgesucht. Wir haben uns nämlich als Volunteers für den Bike Check In gemeldet, genauer gesagt für den Athlete Escort Service. Von 11:00 – 14:30 Uhr empfingen wir immer einen Athleten am Eingang der Wechselzone und begleiteten ihn zunächst zu seinem Fahrrad und dann weiter durch die gesamte Wechselzone zu den Beutelständern, Wechselzelten und Duschen. In Kona darf sich nämlich kein Athlet alleine in der Wechselzone bewegen, da der Platz insgesamt doch sehr beschränkt ist. Dabei wirkten wir nicht selten beruhigend auf die Athleten ein und halfen dabei, alles für den großen Tag herzurichten. Hier gibt es auch einige Besonderheiten zu beachten, so sind beispielsweise die Wechselbeutel am Renntag nicht mehr zugänglich, sondern ausschließlich die Fahrräder. Insgesamt zwar anstrengende 3,5 Stunden, aber auch sehr kurzweilig und mit vielen tollen Eindrücken, die man im Dialog mit den vielen internationalen Athleten mitnehmen durfte.

Und dann kommt natürlich der große Renntag! Auf einen Rennbericht möchten wir hier verzichten und lieber unseren eigenen „Raceplan“ vorstellen, der auf die Profi-Athleten ausgerichtet war.
Wir fanden uns um 5:45 Uhr zum Schwimmstart (6:35 Uhr) ein und da war es bereits ziemlich voll. Also beim nächsten mal werden wir etwas früher dran sein. Gegen 7:10 Uhr machten wir uns auf den kurzen Weg zum Kuakini Hwy. Die Athleten kommen hier zweimal vorbei bevor sich auf dem Queen K Hwy in Richtung Hawi aufmachen. Für uns bedeutete dies dann Frühstückspause und anschließendes Ausruhen im Schatten. Als sich die Fahrer der zweiten Wechselzone näherten bezogen wir an der Laufstrecke Stellung. Hier hatten wir uns den berühmten Ali’i Drive rausgesucht, denn auch hier kommen die Athleten zweimal vorbei. Wir positionierten uns ca bei km 2 bzw. 9,5. Hier war auch ein kleiner Hotspot eingerichtet und der Kommentar der Live-Übertragung wurde eingespielt, so dass wir immer auf dem Laufenden waren. Als letzte Station wollten wir natürlich den Zieleinlauf erleben. Ungefähr 50 Minuten vor erwarteter Zielankunft fanden wir uns am Zielkanal ein. Hier war man erbarmungslos der Sonne ausgesetzt, doch viel später hätte man nicht kommen sollen denn es wurde bald voll. Wir bekamen aber noch einen Platz in der ersten Reihe. Nachdem auch das Podium der Profi-Frauen komplett war, begaben wir uns erstmal ins Hotel. Anfeuern ist auch anstrengend und wir brauchten etwas Pause und mussten vor allem aus der Sonne raus.
Am Abend lohnt sich ein Besuch der Finishline-Party, allerdings haben wir es nicht bis zum Schluss ausgehalten. Der ganze Tag war einfach zu anstrengend.
Soweit unsere tollen Eindrücke aus Kona. Leider haben wir den Hoala Swim und den Path Run am Wochenende vor dem Ironman verpasst und auch zur Nationenparade am Dienstag waren wir noch nicht da. Also gleich mindestens drei weitere Gründe, nochmal zur Ironman Raceweek nach Kailua Kona zu kommen.

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