Ho’ala Swim

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Eine Woche vor dem Ironman Hawaii findet der Ho’ala Swim, genauer gesagt der Ho’ala IRONMAN Training Swim statt. Dabei werden 2,4 Meilen (3,8km) auf der weitestgehend originalen Ironman Schwimmstrecke zurückgelegt. Wie beim großen Rennen auch, wird am berühmten Dig Me Beach gestartet. Von dort geht es weit in die Kailua Bay hinaus und dann wieder zurück zum Pier. Einziger Unterschied zum Ironman ist, dass man links am Pier vorbeischwimmt, denn das Ziel ist am kleinen Strand direkt vor dem King Kamehameha Hotel.

Mittlerweile ist der Ho’ala Swim äußerst beliebt, so dass alle Startplätze bereits in der Voranmeldung vergeben werden. Eine Anmeldung am Veranstaltungsmorgen ist nicht mehr möglich. Unter die Starter mischen sich auch einige Pros. So sind wir beispielsweise Daniela Bleymehl auf dem Weg ins Wasser begegnet.
Insgesamt lief die Vorbereitung relativ entspannt ab, ist ja auch offiziell ein Training und kein Wettkampf, auch wenn es eine Zeitnahme und eine Finisher-Medaille gibt. Für uns stand definitiv der Spaß im Vordergrund. Unsere Triathlon-Saison ist beendet und auch aufgrund meiner Schwimmerschulter waren wir zuletzt nur selten im Wasser. Zudem wollten wir einfach auch etwas Erfahrung sammeln. Schließlich sollte der Ho’ala Swim unser erstes offizielles Schwimmen im Meer und mit Swimskin werden. Als wir jedenfalls gegen kurz nach 6:00 Uhr am Verantsaltungsort ankamen, waren schnell die Startunterlagen mit Timing-Chip, Badekappe und T-Shirt abgeholt. In der Folge hatten wir noch reichlich Zeit, uns in aller Ruhe umzuziehen und die Rücksäcke beim Bad Drop Off abzugeben. Um 6:45 Uhr begaben wir uns zum Wassereinstieg. Der eigentliche Start liegt dann etwa 200m weiter draußen. Eben weitestgehend wie beim Ironman…

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Mit dem Startschuss befand man sich erstmal in der berühmten Waschmaschine, aber das Gewühl legte sich bald. Dennoch gab es ein ständiges überholen und überholt werden, da es im Vorfeld auch keine Einteilung gab. Gefühlt dauerte der Hinweg ewig, dabei waren die 500m-Zwischenzeiten gar nicht so schlecht. Unangenehm war, dass ich kurz nach dem Start einen ordentlichen Schluck Wasser nehmen musste und dieser Salzgeschmack hielt sich leider ziemlich lange. Vergebens versuchte ich zur Orientierung Bojen auszumachen. Diese waren leider noch nicht gesetzt. Also folgte ich einfach der Masse und orientierte mich an den gut erkennbaren Paddlern, die das Schwimmen begleiteten.
Der Rückweg war dann etwas mühsamer. Die Wellen nahmen etwas zu und die Zwischenzeiten fielen ab. So erreichte ich nach 1:19:49 den Zielbogen. Ein ordentliches Resultat.
Steffi fiel das Schwimmen im Meer etwas schwerer. Trotzdem war sie auf der ersten Hälfte gut unterwegs. Auf dem Rückweg wurde es für sie dann deutlich härter. Zu allem Überfluss bekam sie auch noch Paddles ab und einen Fuß ins Gesicht. Bleibt auch die Frage, was Paddles oder Flossen bei einem solchen Event zu suchen haben! Zusätzlich machten ihr die nicht vorhandenen Bojen bei der Orientierung zu schaffen. Folglich schwamm sie doch deutlich weiter als die 3.800m und war entsprechend länger unterwegs als sie es sich erhofft hatte. Nach 1:26:22 stieg sie aus dem Wasser.

Der Ho’ala Swim war ein tolles Erlebnis und für uns auch gleichzeitig eine neue Freiwasser-Erfahrung. Wir mussten feststellen, dass wir (noch) keine Freunde vom Schwimmen im Meer sind. Aber wer eventuell einmal zum Ironman nach Hawaii möchte muss da halt durch. Zudem haben wir uns für nächstes Jahr bereits zwei Halbdistanzen mit Schwimmen im Meer rausgesucht…

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