Trainingscamp auf Zypern

Anfang März starteten wir gespannt in unser erstes Trainingscamp. Es ging für eine Woche nach Zypern, wo unser Coach Michael Krell gemeinsam mit Peter Klemm regelmäßig Triathloncamps und Schwimm­seminare veranstaltet. Diesmal sollte der Fokus natürlich auf dem Radfahren liegen, um früh in der Saison für einen guten Formaufbau zu sorgen.

Als wir uns auf den Weg nach Zypern machten, waren wir noch etwas unsicher, ob uns das Camp gefallen würde, schließlich trainieren wir sonst immer alleine und nicht in der Gruppe. Zudem war es ziemlich aufregend, die Fahrräder auf eine Flugreise mitzunehmen, doch wir wollten bei den zu erwartenden Radkilometern lieber auf unser gewohntes Material vertrauen. Schnell war klar, dass das Radtraining in der Gruppe ganz neue Erfahrungen und jede Menge Spaß bringen würde. Das Camp läuft den ganzen Monat, aber gleich zu Beginn war die Anzahl der Teilnehmer noch überschaubar und es formte sich eine nette Gemeinschaft, in der jeder Interessantes zu erzählen wusste. Die gute Stimmung sorgte natürlich auch für harmonische Radgruppen, wodurch uns der Einstieg in das Gruppentraining sehr leicht gemacht wurde. Schließlich ist es enorm wichtig, dass man sich in der Gruppe unterstützt, um die Gefahr von Radunfällen zu minimieren.

Nach unserer Ankunft bauten wir schnell die Räder zusammen, da für den nächsten Vormittag bereits die erste Ausfahrt geplant war. Letztlich wurden an jedem Tag Radausfahrten geplant. In der Regel wurden immer 3-5 Gruppen angeboten, die von Guides geleitet wurden und je nach Leistungsklasse unterschiedlich weit bzw. lange unterwegs waren und zahlreiche Höhenmeter sammelten. Aufgrund der Topographie der Insel ließ sich letzteres auch gar nicht vermeiden. Zumeist wurde die tägliche Radausfahrt mit einer weiteren Trainingseinheit ergänzt. So gab es mal einen lockeren Morgenlauf, eine Schwimmeinheit am Nachmittag oder es wurde ein Koppellauf an die Radeinheit gehängt. Sehr spaßig waren auch die Freiwassereinheiten, die wir zweimal abhielten. Morgens ging es ins zu dieser Jahreszeit noch frische Mittelmeer, doch mit dem Neo war es gut auszuhalten. Unter anderem haben wir hier einen kleinen Staffelwettkampf gestartet, bei dem wir auf mehrere Teams aufgeteilt gegeneinander antraten.
Unseren vierten Trainingstag gestalteten wir dann etwas ruhiger, schließlich muss man zwischendurch auch mal Kraft tanken. Somit standen an diesem Tag nur ein Schwimmtraining im Schwimmstadion und ein wenig Lauftechnik auf dem Programm. Am folgenden Tag sollte es dann schließlich wieder zur Sache gehen. Die Königsetappe stand auf dem Programm: einmal von Paphos auf den Olympos und zurück. Das ganze bedeutet dann 140km und 2.500 Höhenmeter, wobei es bis zum Gipfel rund 25km stetig bergauf geht. Entsprechend flott gestaltet sich dann der Rückweg (solange man sich nicht verfährt). Nach der knackigen Tour reichte es aber auch für den Tag und es wurde keine weitere Einheit angehängt. Zum Abschluss der Woche ließ Steffi dann eine Radausfahrt weg und absolvierte stattdessen einen langen Lauf, um sich auf den Boston Marathon vorzubereiten. Ergänzt wurde dieses umfangreiche Trainingsangebot schließlich noch durch zwei Stretch und Relax Einheiten. Zudem kamen wir auch in den Genuss einer professionellen Lauf- und Schwimmtechnikanalyse.

Alles in allem war es also eine wahnsinnig tolle aber auch anstrengende Woche, nach der erstmal etwas Erholung angesagt ist. 28 Wochenstunden Sport mit 6.200m Schwimmen, 53km Laufen und 420km Radfahren mit 6.384 Hm für Steffi bzw. 32 Wochenstunden mit 7.500m Schwimmen, 45,5km Laufen und 619,5km Radfahren mit 11.000 Hm für mich sprechen eine deutliche Sprache. Bei aller Anstrengung hat es auch riesig Spaß gemacht und natürlich auch unsere Form deutlich nach oben gepusht.

Somit ist es also kein Wunder, dass wir ein wenig traurig abgereist sind und bereits Pläne für eine Neuauflage schmieden.
Wir wünschen allen Athleten, die jetzt noch in Zypern sind viel Spaß in der Sonne. Außerdem ein größes Dankeschön an Michael und Peter und ihr tolles Guide-Team!

 

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