Ironman 70.3 Greece

Ursprünglich für den April 2020 geplant sollte es Ende Oktober 2021 endlich soweit sein. Der Ironman 70.3 Greece – Costa Navarino stand an.

Durch die zahlreichen Verschiebungen unserer Hauptevents hatten wir auch unsere Trainingspläne über den Haufen geworfen. Als sich abzeichnete, dass das Rennen in Griechenland tatsächlich stattfinden würde absolvierten wir natürlich auch noch ein paar Einheiten auf den Zeitfahrrädern, um uns wenigstens noch etwas an die Sitzposition zu gewöhnen, aber letztlich flogen wir ohne strukturierte und zielgerichtete Vorbereitung nach Griechenland. Die über den Sommer aufgebaute allgemeine Fitness musste ausreichen.

Wir reisten ein paar Tage früher ins Westin Resort – eine wunderschöne Anlage, die auch Schauplatz großer Teile des Triathlons sein würde. So waren der Schwimmstart, T1 & T2, das Ziel und auch alle administrativen Bereiche innerhalb des Resorts.
Natürlich war auch ein Check der Wettkampfstrecke Teil unseres Programms. Für das Schwimmen könnten die äußeren Bedingungen interessant werden. Bei wenig Wellengang würde es aber ein Vergnügen sein. Allerdings kommt nach dem Vergnügen die Arbeit. Vom Swim-Exit zur T1 waren es tatsächlich 800m. Und das auch noch bergauf!
Auch beim Radfahren und Laufen zeichnete sich ein hartes Stück Arbeit ab. 1.200 Höhenmeter auf 90km sind doch eine Ansage und auch 200 Höhenmeter auf der Laufstrecke sind nicht ohne.
Der Besuch der sehr übersichtlichen Expo und auch der Bike Check-In waren schnell erledigt, so dass wir die Tage vor dem Rennen sehr stressfrei verbringen konnten.

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Der Start war dann am Sonntag um 8:30 Uhr. Durch unseren kurzen Weg in die Wechselzone waren alle Rennvorbereitungen schnell erledigt. Wir konnten sogar nochmal zurück in unser Zimmer gehen und dort den Neo anziehen. So machten wir uns ganz entspannt auf den Weg zum Start.
Am Strand herrschte entspannte Vorfreude. Das Meer war komplett flach und versprach beste Bedingungen. Wir sortierten uns für den Rolling Start bei einer erwarteten Schwimmzeit von 35-40 Minuten ein.
Mit dem Startschuss stürzte sich Steffi in die Fluten, ich folgte 10 Sekunden später. Die Bedingungen waren wirklich top. Tolle Sicht, keine Wellen. Dazu auch noch mit Neo im Meer. Obwohl wir im Vorfeld kein wirkliches Schwimmtraining absolviert haben, stiegen wir mit tollen Zeiten aus dem Wasser. Bei Steffi stand sogar eine neue Bestzeit auf der Uhr.

Damit ging es auf den langen Weg in die Wechselzone. Bei den Rädern sah ich Steffi und wusste, dass sie gut unterwegs war. Den ersten Teil der zwei Runden umfassenden Radstrecke kannten wir ja bereits vom Bike Check vor ein paar Tagen. Erst 15km bergauf, Wende und das ganze wieder zurück. Als es in den langen Anstieg ging war ich recht froh, dass der Himmel etwas zugezogen war. Es lief gut und ich konnte mit gutem Druck auf dem Pedal viele Athleten einsammeln. Nach dem U-Turn ging es in die lange Abfahrt. Zum Glück ging kaum Wind, so dass man auf der gesperrten Strecke größtenteils in Aeroposition ordentlich Tempo machen konnte.
Die zweite Hälfte der Radrunde war dann nur leicht wellig, doch als es in die zweite Runde ging war ich nicht ganz sicher, ob ich nicht etwas zu hart unterwegs war. Aber was soll’s. Man muss auch mal etwas versuchen und so blieb ich bei meiner Intensität. So fuhr ich im Bereich meiner Bestzeit in die zweite Wechselzone und das bei diesem anspruchsvollen Streckenprofil.
Durch die Streckenführung konnte ich regelmäßig Steffi sehen und wusste, dass auch sie ganz gut unterwegs war. Dennoch war sie die erste Runde etwas zu mutig angefahren und musste schließlich später etwas rausnehmen. Die Vorbereitung war doch nicht spezifisch genug. Daher kam sie dann doch nicht mit dem erhofften Bike-Split zum zweiten Wechsel.

Nach der kurzen zweiten Wechselzone ging es auf die wellige Laufstrecke, die auch noch zusätzlich mit zwei unebenen, geschotterten Feldwegen gespickt war.
Ich lief mit meiner geplanten Pace an, doch nach etwas mehr als einem Kilometer wurde es unglaublich hart. Das Tempo konnte ich nicht halten und es ging mir gar nicht gut. Zwischenzeitlich war ich auch nicht ganz sicher, ob ich das Ziel überhaupt erreichen würde.
Ich verpflegte mich gut und tatsächlich erholte ich mich bei dem gedrosselten Tempo zusehends. Als ich auf die zweite der drei Runden einbog konnte ich wieder auf ein akzeptables Tempo anziehen.
Schließlich lief ich nach 5:11:02 ins Ziel. Für die kaum vorhandene Vorbereitung und die schwierige Strecke ein recht ordentliches Ergebnis.

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Und Steffi? Sie musste auf der Laufstrecke arg leiden und glaubte zwischendurch auch nicht mehr an ein Finish. Es fühlte sich für sie eher als eine Art Schleppen an als Laufen. Aber natürlich brachte sie es ins Ziel und holte sich nach 6:55:15 die sehr verdiente Finisher Medaille ab!

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Mit etwas Verspätung kamen wir also doch zu unserem Ironman 70.3 Greece in Costa Navarino und es war mal wieder ein schönes Gefühl einen Zieleinlauf zu erleben. Abgerundet wurde die Reise durch einen schönen Aufenthalt in dem tollen Resort. Und gelernt haben wir auch etwas. Bei der Auswahl der Wettkämpfe werden wir zukünftig nicht nur auf tolle Bilder von den Events achten, sondern im Vorfeld auch die Wettkampfstrecken ein wenig genauer anschauen.

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